08. November 2009 - 17:00 Uhr

Barocke Musik der Prager Kirchen mit dem Ensemble Hipocondria

11. Tschechisch-Deutsche Kulturtage

11. Tschechisch-Deutsche Kulturtage


Im Rahmen der 11. Tschechisch-Deutschen Kulturtage stellt sich das Hipocondria Ensemble mit barocker Musik in Radeberg und Pirna vor

Das Hipocondria Ensemble wurde im Jahr 2000 von sechs jungen Instrumentalisten, die bisher in verschiedenen Barock-Ensembles oder -Orchestern tätig waren, gegründet.

 

Sie hatten sich entschlossen, ein Ensemble zu gründen, um das Profil der eigenen Interpretation der barocken Musik ihren Wünschen nach gestalten zu können. Das Ensemble spielt in der Besetzung: Violine I, II, Viola und basso continuo, nach Bedarf erweitert um Flöte und Barockoboe.
Um sich so nah wie möglich dem originalen Klang der wiederaufgeführten Musik des 17. und 18.Jahrhunderts zu nähern, benutzen die Musiker Originalinstrumente oder deren Kopien.
Für vokal-instrumentale Kompositionen, (die oft in ihren Programmen eingeführt werden) lädt das Ensemble Sänger ein, die sich vorwiegend der Interpretation von Barockmusik widmen.

Im Repertoire des Ensembles überwiegen Instrumentalkompositionen des Hoch- und Spätbarocks sowie des frühen Klassizismus. Besondere Aufmerksamkeit wendet HIPOCONDRIA auf teilweise vergessene oder selten aufgeführte Werke böhmischer Komponisten wie Josef Antonín Plánický, František Ignác Antonín Tůma, Jiří Antonín Benda, František Xaver Richter, Jan Zach, Jan Dismas Zelenka und anderen zu.

Ein Ergebnis dieser Tätigkeit war die Wiederaufführung von sechs Domsonaten von František Ignác Antonín Tůma im Projekt der Nationalgalerie „Huldigung des Böhmischen Barocks 2001“ zusammen mit der Premiere des Cembalo-Konzerts von František Xaver Richter. 
Das Ensemble hat eine Reihe von Konzerten und Festivalauftritten hinter sich, in Tschechien als auch in Europa (z.B. Litauen, Frankreich, Deutschland)

Die erste CD-Aufnahme des Hipocondria Ensembles mit Kirchensonaten von František Ignác Antonín Tůma und der Auswahl aus  Opella Ecclesiastica von Antonín Plánický hat ein breites Publikum von Zuhörern barocker Musik animiert und ebenso die Fachkritiker. Für die zweite Aufnahme des kompletten Werkes von Bohuslav Matěj Černohorský erhielt das Ensemble die höchste Bewertung (5 Diapasons) bei der prestigereichen französischen Fachmonatsschrift „Diapason“. Im Jahr 2007 kam eine weitere Aufnahme mit dem Titel „Musik in Prager Kathedrale“ bei Arta Records heraus und ein Jahr später die Aufnahme von Cembalo-Konzerten von J. A. Benda bei der gleichen Firma.

Das Konzert findet im Rahmen der 11. Tschechisch-Deutschen Kulturtage statt. Das Festival, das hauptverantwortlich von der Brücke/Most-Stiftung, dem Tschechischen Zentrum Dresden und der Landeshauptstadt Dresden ausgetragen wird, vereint rund 120 Veranstaltungen. Ein breites Angebot von Klassik, Jazz, Rock und Pop über Theater, Film, Literatur bis zu Ausstellungen im Bereich Malerei, Architektur sowie Literatur werden vom 30. Oktober bis 15. November in der Euroregion Elbe/Labe angeboten.

Die Einladung des Hipocondria Ensembles konnte mit der freundlichen Unterstützung der Regionalstiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und des Verkehrsverbundes Oberelbe stattfinden.

Die Künstler

Der künstlerische Leiter Jan Hadek ist der erste Geiger, Absolvent des Prager Konservatoriums, Hochschule für Musik ( AMU ), Gaststudent bei Chiara Banchini in Schola cantorum Basiliensis in der Schweiz. Seine weite Erfahrung mit der Aufführungspraxis der “Alten Musik” sammelte er in Ensembles wie dem Collegium 1704, Musica Florea, Capella Reghia Musicalis, Ensemble Inegal u.a.

Die Solistin Ivana Bilej Brouková studierte Gesang am Prager Konservatorium und an der Berliner Hochschule der Künste, wo sie unter Anleitung des Lautenspielers Nigel North mit der historischen Aufführungspraxis Alter Musik vertraut wurde und ihr Interesse an der Musik des frühen Barock bis zur frühen klassischen Periode entwickelte. Sie belegte Meisterkurse u.a. bei Emma Kirkby, Jill Feldman, Richard Wistreich und René Jacobs. Sie gewann einen Preis bei Biagio Marini-Wettbewerb und verbrachte ein Jahr als Stipendiatin an der Bremer Akademie für Alte Musik.
In den vergangenen Jahren erhielt sie Einladungen zu verschiedenen Opernprojekten (z.B. Lausitzer Opernsommer, Sferisterio Opera Festival in Macerata). Dort begann eine Zusammenarbeit mit dem Toskanischem Ensemble – Florilegio Musicale. In ihrer Heimat und im Ausland tritt sie mit verschiedenen professionellen Ensembles auf, die sich mit Alter Musik beschäftigen (Capella Regia, Hipocondria ensemble, Ensemble Tourbillon, Collegium 1704, Tiburtina ensemble) und im Duett mit Ophira Zakai oder Jan Krejča. Sie hat an mehreren Aufnahmen mitgewirkt. Im Frühjahr 2009 kommt eine neue CD „Amor tiranno“ mit italienischer Musik des 17. Jh. aus böhmischen Quellen heraus.

Eintritt: 7,50 EUR, ermäßigt 6,- EUR

www.tschechische-kulturtage.de
www.kamelienschloss.de/landschloss.html
www.broukova.com/s-hipocondria-ensemble-en.htm