RUDOLF LIMPACH und das Heimatmuseum Radeberg

1953 eröffnete Limpach das Museum mit einer Ausstellung zur Stadtgeschichte des 18. Jahrhunderts in der dreiteiligen Raumfolge der heutigen Industrieausstellung. Das Foyer wurde mit Geweihen ausgestattet. Schnell wuchs das Museum auf teilweise 16 Ausstellungsräume an. Der Museumsleiter konzipierte unermüdlich neue Präsentationen zur Ur- und Frühgeschichte, zu Geologie und Mineralogie, zum 19. und 20. Jahrhundert, zur Industriegeschichte und vielem mehr. Rudolf Limpach hatte aber seit den 1970er Jahren auch zunehmend gegen den Verfall der historischen Bausubstanz aufgrund ausbleibender staatlicher Mittel für Werterhaltungsmaßnahmen zu kämpfen.

Rudolf Limpach sagte 1990:

„Es war von Anfang an für jeden klar, der sich für solch einen Beruf entschied: Liebe dazu musste vorhanden sein. Verbunden mit dem Hobby, historischen Dingen auf die Spur zu kommen. Und natürlich dem Blick für Museumsstücke! Zu mir hat mal einer gesagt: ‚Du musst alles aufheben, auch wenn es nicht museumsreif ist. Es kommt der Tag, da es dieses Prädikat erhält.‘ Er hatte recht.“

Wir zeigen Zeitzeugnisse, Briefe, Dokumente und Fotografien sowie von Rudolf Limpach selbst angefertigte Schautafeln und rekonstruierte Ausstellungssituationen und veranschaulichen damit die mühevolle Arbeit und intensive Forschung des leidenschaftlichen Museumsleiters, der auch Heimatschützer, Archäologe und Bodendenkmalpfleger, Fotograf und Redakteur des Radeberger Kulturlebens, Stadtchronist und Historiker, Pilzberater und begeisterter Wanderer war.

Rudolf Limpach wurde 1990 für seine Verdienste die Ehrenplakette seiner Heimatstadt Radeberg verliehen.

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