Treffpunkt Museum: Max Hinsche – eine Radeberger Legende

Max Hinsche mit Jagdtrophäe
Max Hinsche

Der Vortrag von Klaus Schönfuß, Mitglied der AG Stadtgeschichte Radeberg, setzt sich mit dem legendären und spannenden Leben des Radebergers Max Hinsche (1896–1939) auseinander.

Max Hinsche war von 1926 bis 1935 als Präparator, Trapper, Großwildjäger und zoologischer Sammler im hohen Norden Kanadas im Auftrag der damaligen „Staatlichen Museen für Tierkunde und Völkerkunde Dresden“, heute Senckenberg Stiftung, tätig. Acht Jahre verbrachte er allein im hohen Norden Kanadas am Athabasca River/Alberta. Im März 1934 brach er für neun Monate in das damals zum größten Teil noch völlig unerforschte Gebiet des westlichen Yukon-Territory auf, ausgestattet mit Sondergenehmigungen der Regierungsstellen von Dawson zum wissenschaftlichen Sammeln von Säugetieren und Vögeln, auch von geschützten Arten. Er erhielt eine Landkarte mit vielen weißen Flecken, da es sich um unerforschte Gebiete handelte. Max Hinsche war nachweislich der erste weiße Jäger, der ab März 1934 in dem damals zum größten Teil noch völlig unerforschten Gebiet des Yukon als Großwildjäger und zoologischer Sammler von Säugetieren und Vögeln im Auftrag des Tierkundemuseums Dresden und weiterer Museen tätig war. Er erlebte als Nomade fürchterliche Kälte und Naturgewalten, aber auch die Schönheit dieses unvorstellbar großen Territoriums mit seinen mächtigen Gletschern, riesenhaften Bergwelten, wo viele noch ohne Namen waren und noch sind. Seine Erlebnisse, wissenschaftlichen Berichte und Eindrücke hielt Max Hinsche in seinem 1938 erstmals herausgegebenen Buch „Kanada wirklich erlebt“ fest – es ist das erste ausführliche und fachlich fundierte schriftliche Zeugnis dieser Zeit.

Die Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Museum" richtet sich an kulturell und historisch Interessierte und findet einmal monatlich (zumeist am 2. Mittwoch des Monats) von 10.00 bis ca. 11.30 Uhr statt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Eintritt: 5 EUR inklusive einer Tasse Kaffee

Ort: Festsaal

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