Amtshaus

Vom Schützen, Verwalten und Baden

Um 1600 entstand an der zur Röder gelegenen Umfassungsmauer des Schlosses Klippenstein ein steinernes Amtshaus, da die zur Erledigung der Amtsgeschäfte dienenden Räume im Schloss nicht mehr ausgereicht hatten. Im Erdgeschoss lagen eine Schreibstube und Lagerräume. Zudem existierte eine vom Hof zugängliche Badestube mit zwei großen Badezubern, die von einem separaten Raum aus beheizt und von der Schlossmannschaft genutzt wurden. Die Wohnung des Amtsschreibers mit Stube, Küche und Kammer befand sich im Obergeschoss.

Ab dem frühen 18. Jahrhundert änderte sich die Nutzung des Amtshauses. Der Torwächter bezog das untere, die Verwaltung das obere Geschoss. Die alte schmale Holzstiege wurde durch eine Innentreppe aus Sandstein ersetzt, der bis dahin offene Durchgang zwischen Amtshaus und Vorburg zur Schaffung zusätzlicher Räume überbaut. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielt dieser Gebäudeteil einen vorgesetzten Gang und das Amtshaus eine Erweiterung nach Osten. In den folgenden Jahrhunderten beschränkten sich die Umbauten auf den Austausch von Türen, Fenstern oder Öfen. Struktur und Gestalt des Amtshauses blieben darüber hinaus bis heute weitgehend erhalten.

Heute ist hier die Schauwerkstatt „Historische Böttcherei“ untergebracht.

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