Schlossgarten

Der Hof zwischen der Burg und der äußeren Wehrmauer, auch »Zwinger« genannt, veränderte im Laufe der Geschichte mehrfach Gestalt und Funktion. Anfangs führte der Weg zum Hauptportal der Burg auf der heute rückwärtigen Nordseite durch den Zwinger.

Mit der Errichtung der Reitertreppe und der Verlegung des Hauptzuganges des Schlosses an die Südfassade in der Mitte des 16. Jahrhunderts erfuhr der südliche Burghof eine Aufwertung. Im frühen 18. Jahrhundert wurden durch den Bau eines »Wagen- und Strohschuppens«  der Garten am Eulenturm abgeschlossen.

In den 1770er Jahren wurde im hinteren Zwingerbereich die Wehrmauer aus dem 13./14. Jahrhundert abgebrochen und auf dem so gewonnenen Land ein barocker Garten angelegt. Den Verlauf der Ringmauer konnte das Landesamt für Archäologie vor einigen Jahren nachweisen. Heute ist er durch ein Steinband kenntlich gemacht.

Während man 1860 den Wagenschuppen teilweise abtrug, blieb der Garten bis 1879/80 weitgehend bestehen. Um 1900 nutzten die im Schloss wohnenden Angestellten des Amtsgerichtes die Flächen als Wirtschafts- und Hausgärten.

1955 sollte im Schlossgarten eine Freilichtbühne entstehen. Dazu wurde der Hofegrundbach verrohrt und Erdmassen angefahren. Dabei handelte es sich vorrangig um Haushalt- und Industriemüll, darunter viele Schlacken aus den Glaswerken. Das Projekt wurde nicht beendet und der vormalige Garten liegen gelassen. Erst 1994 konnten die Aufschüttungen abgetragen und fachgerecht entsorgt werden.

Die barrierefreie touristische Erschließung des Schlosses Klippenstein begann 2017 und schloss die Neugestaltung der Außenanlagen für die dauerhafte Nutzung mit ein. 2019 wurden die Bauarbeiten beendet.

 

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