Schlossteich

Die erste Erwähnung der Radeberger Burg stammt aus dem Jahr 1289.

Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Burg auf dem Felsen mit einer äußeren Wehrmauer umgeben. Zum weiteren Schutz staute man den Bach, welcher westlich der Anlage in die Röder mündet, an. Damit entstand ein Teich, der einen weiteren Schutz darstellte. Die Burg war nun von drei Seiten mit Wasser umgeben und stellte sich als Kombination von Höhenburg und Wasserburg dar.

Der damalige Schlossteich reichte nahe an die Wehrmauer heran. In den folgenden Jahrhunderten entstand aus der Wehrmauer am Schlossteich die Vorburg. Heute kennzeichnet ein Steinband in der Rasenfläche den früheren Verlauf des Teichufers.

Die große Wasserfläche schützte über die Jahrhunderte vor einem Übergreifen der Stadtbrände auf die Schlossanlage. Das Wehr vor dem Schlosstor diente zur Regulierung des Wasserstandes.

1885 wurde die Langbeinstraße angelegt. Dazu wurde der Schlossteich auf der Seite zur Stadt hin erheblich verkleinert und es entstand der Damm, welcher die Straße trägt.

1934 erfolgte eine Teichentschlammung. Dabei verband man die Teich-Insel mit dem Garten, wodurch sich die Teichfläche erneut verringerte. Weitere Entschlammungen fanden in den 1960er Jahren und 1993/94 statt.

Mit der Nutzbarmachung der Außenanlagen des Schlosses 2018/19 erfolgte die Sanierung des Uferbereiches und Teile der Ufermauer als wesentlicher Bestandteil der Außenanlagen. Dabei wurde der Teich abermalig entschlammt und das Wehr saniert.