Vortrag von Archäologin und Schlossleiterin Dr. Karina Iwe
Rätselhafte Todesfälle, Verrat, Mord oder kriegerische Auseinandersetzungen? Manche Gewalttaten sind Jahrtausende alt – und noch immer nicht vollständig aufgeklärt.
In Stücke zerschlagene Menschenknochen in Herxheim, ein Schlachtfeldgeschehen im Tollensetal, die rätselhaften Funde von Nida, die ausgelöschte Siedlung von Sandby Borg – und was geschah mit dem berühmten Mann aus dem Eis, Ötzi? Und welche dramatische Geschichte erzählen die Familiengräber von Eulau?
Der Vortrag veranschaulicht, wie moderne wissenschaftliche Methoden helfen, prähistorische Tatorte besser zu verstehen und zu deuten. Er geht auch der Frage nach, unter welchen Bedingungen es in der Vorgeschichte zu Mord und Totschlag kam. Dabei werden die Erkenntnisse der aktuellen Publikation „Evolution der Gewalt“ von Harald Meller, Kai Michel und Carel van Schaik berücksichtigt.
Schloss Klippenstein entführt das Publikum in der dunklen Jahreszeit auf eine spannende Reise zu einer Auswahl der ältesten Kriminalfälle Europas – zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, detektivischer Spurensuche und menschlichen Schicksalen.
Eintritt: 6 € / 4 € ermäßigt*
*Mitglieder der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e. V. (AGiS)
Eine Kooperation mit der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e. V.