Festsaal Schloss Klippenstein

Industrie und Gewerbe der aufstrebenden Industriestadt Radeberg um 1900

Auf einem Foto ist die Glasfabrik von oben zu sehen.
Historische Luftaufnahme der Glasfabrik Radeberg Repro von Dr. Holger Rohland

Vortrag von Dr. Holger Rohland, Mitglied der Arbeitsgruppe Stadtgeschichte

Radebergs Aufstieg zur Industriestadt begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Einrichtung erster „Fabriketablissements“. Wesentlicher Impuls hierfür war der 1845 entstandene Anschluss der Stadt an das sächsische Eisenbahnnetz. Neue Dynamik nahm der Prozess nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 auf. Die französischen Reparationen waren einer der entscheidenden Auslöser des deutschen Booms der Gründerzeit, welcher auch in Radeberg nicht zu übersehende Spuren hinterlassen hat.
Insbesondere die Veränderungen in der Zeit von 1885 bis 1914 sind durch die Radeberger Adressbücher gut dokumentiert. Im Zusammenspiel mit dem Archiv des Referenten an historischen Ansichtskarten und Fotos kann so der markante Wandel im Stadtbild über mehrere Jahrzehnte rund um das Jahr 1900 dargestellt werden. Ein Schwerpunkt wird dabei die Glasherstellung sein, allein in diesem Industriezweig lassen sich schon für das Jahr 1890 acht Fabriken mit insgesamt über 1.200 Beschäftigte nachweisen.

 

5 € inkl. Tasse Kaffee/Tee

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