Erstmals Teilnahme am Programm „sCHichtwechsel“

Am 25. September 2025 fand der bundesweite Aktionstag zu neuen Perspektiven für mehr Teilhabe statt. Wir durften im Schloss einen Gast aus den Werkstätten des Epilepsiezentrums in Kleinwachau begrüßen und einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche des Museums und damit eines Kulturbetriebes geben. Im Gegenzug besucht eine Museumsmitarbeiterin für einen Tag das Epilepsiezentrum und wird auch dort hinter die Kulissen schauen dürfen.

Das Programm dient dem Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und sorgt auf beiden Seiten für einen Perspektivwechsel. Ziel ist es auch, Vorurteile gegenüber Menschen mit Einschränkungen abzubauen und Inklusion zu stärken.

Epilepsiezentrum Kleinwachau: https://www.kleinwachau.de/

Auf eigenen Spuren: Sondernutzung von Schlossräumen zu DDR-Zeiten

vorderer Eingang zum Schloss Klippenstein mit Schild 'Jugendclubhaus Schloss Klippenstein' und politischen Parolen der DDR an der Wand
vorderes Tor zum Schloss Klippenstein zu DDR-Zeiten MSK/Archiv

1953 wurde im Schloss Klippenstein ein Heimatmuseum eingerichtet. Das Obergeschoss hingegen wurde vielseitig anders genutzt und beherbergte einen Jugendklub, einen Kindergarten, die Außenstelle des Wehrkreiskommandos, zwei Künstlerateliers und temporär den Werkunterricht PA. Darüber gibt es im Museumsarchiv kaum Hinweise. Über Aufrufe sowie Gesprächs- und Veranstaltungsangebote wollen wir Informationen über diese Sondernutzungen sammeln und bewahren.

Neue Beschilderung: Informationsstelen

Im Rahmen eines Fördermittelprojektes entstehen auf dem Gelände des Schlosses neue Informationsstelen. Dank der Mittel von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und vom Verein Schloss Klippenstein e. V. kann das Projekt umgesetzt werden.

Stand: Juni 2025

Genial Sozial 2025

Vier Hände halten und ordnen alte Schwarz-Weiß-Fotos über einem Papier mit handschriftlichen Notizen und einem Wappen mit den Buchstaben 'R.F. Club' und dem Jahr 1895, Kontext 'genial sozial 2025'
helfende Schülerhände bei der Vorbereitung der neuen Sonderausstellung MSK/Karina Iwe

Im Rahmen von Genial Sozial nahmen diesjährig am 24. Juni 2025 zwei Schülerinnen aus der Region am Aktionstag teil. Schloss Klippenstein ermöglichte ihnen einen umfassenden Einblick in den Schlossalltag und die Museumsarbeit. Wir freuen uns, dass wir jungen Menschen Einblicke in die Arbeitswelt geben können. Der Arbeitslohn wird an ein soziales Projekt gespendet.

Archäologische Sammlung: Analyse von prähistorischen Leichenbränden

Zipptüten mit Knochenresten von Leichenbänden. Die forderste Tüte ist geöffnet.
Knochenreste von Leichenbränden MSK/Archiv

Museum Schloss Klippenstein verfügt über eine geschlossene archäologische Sammlung, die Hinweise auf Bestattungs- und Siedlungsaktivitäten der Vorgeschichte im Bereich von Radeberg und Umgebung gibt.
Erstmals werden im Zuge einer wissenschaftlichen Untersuchung die ersten 9 Leichenbrände aus einem größeren Konvolut, also die Überreste von Menschen aus Urnenbestattungen, anthropologisch analysiert. Dabei sollen zum Beispiel das biologische Geschlecht und das Sterbealter ermittelt werden. Die gewonnenen Daten werden das Verständnis über die Bestattungsrituale der Menschen der Region aus der Vorgeschichte verbessern und zukünftig helfen, die Sammlung anschaulicher der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Wir danken Frau Dr. Bärbel Heußner für die anthropologische Bestimmung, wodurch wir erst in der Lage sind, neue Geschichten zu unseren alten Sammlungsbeständen erzählen zu können.

Stand: Juni 2025

Museumsführer 2025

Abbildung eines Truhenschlosses aus Messing aus dem 17. Jahrhunder, welches von unten beleuchtet wird.
Truhenschloss aus dem 17. Jahrhundert – Exponat in der Schwarzen Küche MSK

Das aktuelle Förderprojekt der Landesstelle für Museumswesen sieht vor, einen Museumsführer als Publikation auf den Weg zu bringen. Ziel ist, sowohl die abwechslungsreiche Geschichte des Schlosses als auch das Museum, welches hier seit 1953 besteht, dem Besucher mit zahlreichen Abbildungen und Fotografien näherzubringen.

Medienstation

Eine Postkarte in Weiß und Blau zeigt den Blick von der Eisenbahnbrücke Richtung Stadt mit der Kirche im Hintergrund.
Postkarte, Industriestadt Radeberg Museum Schloss Klippenstein

Nach einigen technischen Schwierigkeiten sind unsere Medienstationen in der Industrieausstellung wieder betriebsbereit. Derzeit werden hier mit ehrenamtlicher Unterstützung Informationen und Abbildungen zu einzelnen Betrieben ergänzt.

Tastmodell aus Bronze

Abbildung des Tastmodells in Bronze vom Schloss Klippenstein

Im Zuge der Beratungen zu barrierearmen Angeboten für die Museumsbesucher, die wir 2021 mit der Landesstelle für Museumswesen führten, entstand der Wunsch nach einem Tastmodell der Schlossanlage. Es soll Menschen mit Seheinschränkungen ermöglichen, sich im Schlossgelände zu orientieren und ist zugleich ein wertvoller Baustein zur Vermittlung der Baugeschichte der Schlossanlage. Das Modell wurde im November 2023 im unteren Schlosshof aufgestellt. Das Umfeld ist rollstuhlgerecht gepflastert. Das Projekt wird begleitet durch das Büro Helmstedt/Kluge/Rom und ausgeführt von der Leipziger Bronzebildgießerei Noack.

Das Tastmodell entstand dank einer Förderung der Sächs. Landesstelle für Museumswesen und der großzügigen Unterstützung unseres Schlossvereins.

Fotoarchiv

Viele DDR-ORWO-Fotoverpackungen stapeln sich auf einem Fensterbrett.
Inventarisieren der Abzüge von Jörg Hennersdorf Patrick-Daniel Baer/MSK

Bereits 1.338 Datensätze finden sich im Programm First Rumos, wenn man den Namen Jörg Hennersdorf eingibt. So wie Karl Stanka der Malerchronist genannt wird, könnte man Hennersdorf den Fotografchronisten nennen. Vor wenigen Wochen erhielten wir noch unzählige Papierabzüge von Jörg Hennersdorf überreicht, die derzeit mit großer Leidenschaft und Neugier von unserem ehrenamtlichen Helfer Detlev Gau erfasst und zugeordnet werden.

Akten Press-Spund-Fabrik

Eine geöffnete Kiste mit Akten aus der Press-Spund-Fabrik
Akten aus der Press-Spund-Fabrik Patrick-Daniel Baer/MSK

Aus Privathand erhielten wir sechs Bananenkisten voller Akten aus der Press-Spundfabrik Ernst Lange. Diese Akten sind in einem bedauernswerten Zustand, so dass wir diese nicht in unserem Magazin lagern können. Ein ehrenamtlicher Helfer sichtete die Akten. Einige wenige werden wir konservatorisch bearbeiten, und schädlingsfrei in unserem Archivraum lagern. Demnächst werden wir einen kurzen Abriss zum Thema demnächst ausstellen.

Neues Kassensystem

Die Museumskasse. Auf dem Display ist ein Foto des Schlosses zu sehen.
Unsere Kasse Patrick-Daniel Baer/MSK

Dank des Corona-Soforthilfeprogramms für Heimatmuseen des Deutschen Verbandes für Archäologie konnte für unser Museum eine neue Kasse angeschafft werden. Die Einrichtung des Kassensystems war ein sehr aufwändiger Prozess. Jetzt ist bei uns endlich auch wieder Kartenzahlung möglich.

Restaurierung

Ein großer Holzdielenschrank von 1780 mit zwei Türen. Oben ist der Schrank geschwungen.
Dielenschrank, 1780 Tara Baer/MSK

Unser großer barocker Dielenschrank von 1780 ist zurück!

Nach einer aufwendigen Restaurierung durch die Tischlerei Sven Gotter aus Langebrück konnte das historische Möbelstück am 13. Mai 2026 wieder ins Schloss zurückkehren.

Der Zahn der Zeit hatte dem historischen Möbelstück stark zugesetzt: Vor vier Jahren fiel der Schrank regelrecht in sich zusammen, Türelemente fielen auseinander und das Material zeigte deutliche Altersspuren. Dank der fachkundigen Arbeit der Tischlerei konnte der Schrank umfassend aufgearbeitet und für die Zukunft bewahrt werden.
 
Nun erstrahlt der Dielenschrank in neuem Glanz und kann im 2. Obergeschoss – in der ehemaligen Küche des Kurfürsten – besichtigt werden.

Unterstützung der Brauerei

Ansicht des Brauereigeländes mit den Schriftzügen Radeberger Pilsner und Radeberger Exportbierbrauerei auf einem Werbeschild von 1906.
Werbeschild der Brauerei, 1906 Museum Schloss Klippenstein

Seit 2019 berät unsere Schlossleiterin Katja Altmann die Radeberger Exportbierbrauerei bei der wissenschaftlichen Erschließung und sachgemäßen Magazinierung des historischen Sammlungsbestandes.

Curt Voigt

Schloss Klippenstein in schwarzes Papier geschnitten, die Wege sind ausgeschnitten
Curt Voigt "Schloss Klippenstein" Juliane Mostertz/MSK

In einer durch die Sächsische Landesstelle für Museumswesen geförderten Maßnahme konnte 2021 unsere gesamte Curt-Voigt-Sammlung durch eine Restauratorin konservatorisch umgebettet und von einer Fotografin reproduziert werden. Derzeit werden die Digitalisate von knapp 200 Zeichnungen und mehr als 600 Scherenschnitten des Künstlers Curt Voigt in unsere Sammlungsdatenbank eingepflegt und auf "Museum-Digital" publiziert.

museum-digital

Internetseite von Museum digital mit verschiedenen Exponaten aus der Sammlung des Schlosses Klippenstein
Internetseite museum-digital Museum Schloss Klippenstein

Gerade in den vielen Monaten coronabedingter Schließungen von Museen wurde die Bedeutung transparenter und online erfahrbarer Museumssammlungen deutlich. Die Plattform »museum-digital« ist eine Möglichkeit der gemeinsamen digitalen Publikation von Text- und Bildinformationen zu Sammlungsobjekten. Derzeit erfassen und exportieren wir mit viel ehrenamtlicher Unterstützung Daten für www.museum-digital.de.